Während die kalten Wintermonate in Europa ihre Spuren hinterlassen, erstrahlt das charmante Hoi An in Vietnam im Januar in seinem schönsten Licht. Die alte Handelsstadt an der Küste Zentralvietnams bietet sich in diesem Monat als perfektes Reiseziel für Familien an, die dem grauen Alltag entfliehen und in eine Welt voller Laternen, jahrhundertealter Architektur und authentischer Kultur eintauchen möchten. Das Beste daran: Hoi An lässt sich auch mit kleinerem Budget wunderbar erkunden, ohne dass ihr auf unvergessliche Erlebnisse verzichten müsst.
Warum Hoi An im Januar die perfekte Wahl ist
Der Januar gehört zur Trockenzeit in Hoi An, was bedeutet, dass ihr mit angenehmen Temperaturen um die 20 bis 24 Grad und wenig Niederschlag rechnen könnt. Diese klimatischen Bedingungen sind ideal für Familien mit Kindern, die viel Zeit im Freien verbringen möchten, ohne von tropischer Hitze oder Monsunregen beeinträchtigt zu werden. Die Luftfeuchtigkeit ist erträglich, und selbst die Abende bleiben mild genug, um gemütlich durch die Altstadt zu schlendern.
Die zauberhafte Altstadt erkunden
Das Herzstück von Hoi An ist zweifellos die UNESCO-geschützte Altstadt, die sich perfekt zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden lässt. Die schmalen Gassen werden von hunderten bunter Laternen gesäumt, die besonders nach Einbruch der Dunkelheit eine magische Atmosphäre schaffen. Kinder werden von den leuchtenden Farben fasziniert sein, während Erwachsene die gut erhaltene Architektur bewundern können, die japanische, chinesische, vietnamesische und französische Einflüsse vereint.
Die berühmte japanische Brücke aus dem 16. Jahrhundert ist ein Muss für jeden Besuch, ebenso wie die zahlreichen Versammlungshallen und alten Händlerhäuser. Ein Tagesticket für den Eintritt zu den historischen Stätten kostet etwa 5 Euro pro Person und ermöglicht den Zugang zu fünf verschiedenen Sehenswürdigkeiten eurer Wahl – ein echtes Schnäppchen für so viel Geschichte.
Unvergessliche Familienerlebnisse am und auf dem Wasser
Der Thu Bon-Fluss prägt das Leben in Hoi An maßgeblich. Eine Bootsfahrt bei Sonnenuntergang gehört zu den Highlights, die ihr nicht verpassen solltet. Für etwa 3 bis 5 Euro pro Person könnt ihr ein traditionelles Holzboot chartern und dabei zusehen, wie die Sonne hinter den Palmen verschwindet und die Stadt in goldenes Licht taucht. Eure Kinder können dabei lernen, wie man kleine Papierboote mit Kerzen auf dem Wasser treiben lässt – eine alte lokale Tradition, die Glück bringen soll.
Etwa fünf Kilometer von der Altstadt entfernt liegt der An Bang Beach, der mit seinem feinen Sand und dem ruhigen Wasser ideal für Familien ist. Die Wellen sind im Januar meist sanft, und die Kinder können nach Herzenslust planschen. Entlang des Strandes reihen sich einfache Strandbars aneinander, in denen ihr frische Kokosnüsse für weniger als einen Euro und köstliche lokale Gerichte für 2 bis 4 Euro genießen könnt.
Kulinarische Entdeckungen für kleine und große Gourmets
Die vietnamesische Küche ist berühmt für ihre Frische und Vielfalt, und Hoi An bildet da keine Ausnahme. Die zahlreichen Straßenküchen und einfachen Lokale bieten authentische Gerichte zu Preisen, die kaum zu schlagen sind. Eine herzhafte Nudelsuppe bekommt ihr bereits ab 1,50 Euro, während eine komplette Mahlzeit mit mehreren Gängen selten mehr als 5 Euro pro Person kostet.
Besonders für Familien empfehlenswert sind die Cao Lau-Nudeln, eine Spezialität aus Hoi An, oder die knusprigen Bánh Mì-Sandwiches, die Kinder meist lieben. An den Ständen entlang des zentralen Marktes könnt ihr für wenige Cent exotische Früchte probieren – von Drachenfrüchten über Rambutane bis hin zu Mangostanen. Ein spielerischer Weg für eure Kinder, neue Geschmäcker zu entdecken.
Praktische Tipps für kostengünstige Unterkünfte
In Hoi An findet ihr eine enorme Bandbreite an Unterkünften, die auch familienfreundliche Budgets nicht sprengen. Familienzimmer in gepflegten Gästehäusern gibt es bereits ab 15 bis 25 Euro pro Nacht, oft inklusive Frühstück. Viele dieser Unterkünfte liegen nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt und bieten einen Pool – perfekt für eine Abkühlung nach einem Tag voller Entdeckungen.

Wer etwas mehr Komfort sucht, findet Mittelklasse-Unterkünfte mit geräumigen Familienzimmern für 35 bis 50 Euro pro Nacht. Ein Tipp: Vermeidet die unmittelbare Nähe zur japanischen Brücke, wo die Preise tendenziell höher sind. Nur fünf bis zehn Minuten weiter außerhalb bekommt ihr deutlich mehr für euer Geld.
Fortbewegung leicht gemacht
Die Altstadt von Hoi An ist kompakt genug, um sie bequem zu Fuß zu erkunden. Für weitere Strecken sind Fahrräder die beste und günstigste Option. Ein Fahrrad kostet im Verleih etwa 1 bis 2 Euro pro Tag, Kindersitze sind oft verfügbar. Viele Unterkünfte stellen ihren Gästen kostenlos Fahrräder zur Verfügung – fragt unbedingt nach!
Die Fahrt zum Strand oder zu den nahegelegenen Reisfeldern wird so zu einem Abenteuer für die ganze Familie. Die Straßen sind größtenteils flach, und außerhalb der Hauptverkehrszeiten ist der Verkehr überschaubar. Wer lieber motorisiert unterwegs ist, kann ein Taxi oder ein Motorrad-Taxi nutzen – eine Fahrt zum Strand kostet etwa 3 bis 4 Euro.
Kreative Workshops für die ganze Familie
Hoi An ist berühmt für seine Schneiderwerkstätten, aber auch für andere traditionelle Handwerke. Zahlreiche kleine Werkstätten bieten kurze Workshops an, bei denen ihr gemeinsam eure eigenen Laternen basteln, Kochkurse besuchen oder euch in der Töpferei versuchen könnt. Ein Laternen-Workshop kostet etwa 5 bis 8 Euro pro Person und dauert etwa eine Stunde – eine wunderbare Erinnerung, die eure Kinder mit nach Hause nehmen können.
Kochkurse, bei denen ihr gemeinsam mit euren Kindern lernt, wie man Frühlingsrollen zubereitet oder Pho kocht, beginnen bei etwa 12 Euro pro Person und beinhalten meist einen Marktbesuch sowie das gemeinsame Essen. Diese Erlebnisse sind nicht nur unterhaltsam, sondern vermitteln auch ein tieferes Verständnis für die lokale Kultur.
Ausflüge in die Umgebung
Wenn ihr mehrere Tage in Hoi An verbringt, lohnen sich Ausflüge in die nähere Umgebung. Die My Son-Tempelruinen, ein weiteres UNESCO-Welterbe, liegen etwa 40 Kilometer entfernt und bieten einen faszinierenden Einblick in die Cham-Kultur. Die Anreise ist mit öffentlichen Bussen für etwa 2 Euro pro Person möglich, der Eintritt kostet ungefähr 5 Euro.
Auch ein Ausflug in die Reisfelder rund um Hoi An ist empfehlenswert. Ihr könnt mit dem Fahrrad durch die sattgrünen Landschaften fahren, lokale Bauern bei ihrer Arbeit beobachten und verstehen, woher der Reis auf euren Tellern kommt. Viele Familien schwärmen von diesen authentischen Begegnungen, die fernab der touristischen Pfade stattfinden.
Clever sparen ohne Verzicht
Um euer Budget noch weiter zu strecken, solltet ihr wie die Einheimischen leben. Kauft frisches Obst und Snacks auf den lokalen Märkten statt in touristischen Läden – die Preise sind oft nur halb so hoch. Ein Picknick am Flussufer oder Strand mit lokalen Köstlichkeiten kann genauso schön sein wie ein Restaurantbesuch und kostet nur einen Bruchteil.
Wasserspender findet ihr überall in der Stadt, sodass ihr eure Trinkflaschen kostenlos auffüllen könnt. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Plastik. Viele Sehenswürdigkeiten sind kostenlos zugänglich, wenn ihr einfach durch die Straßen schlendert und die Atmosphäre auf euch wirken lasst. Die beste Sehenswürdigkeit ist manchmal das Leben selbst, das sich vor euren Augen entfaltet.
Hoi An im Januar ist ein Geschenk für Familien, die gemeinsam neue Horizonte entdecken möchten, ohne ihr Urlaubsbudget zu sprengen. Die Kombination aus angenehmem Wetter, erschwinglichen Preisen und einer Fülle an Aktivitäten macht diese alte Handelsstadt zu einem Ort, an dem Erinnerungen entstehen, die ein Leben lang halten. Packt eure Koffer, schnappt euch eure Liebsten und lasst euch von der Magie dieses besonderen Ortes verzaubern.
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